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Geocaching

Erlebt eine spannende Schatzsuche!

Mal ehrlich, habt ihr schon einmal etwas von Geocaching gehört? Wenn nicht, gehört ihr zu den gewöhnlichen Geomuggles. Als solche werden nämlich diejenigen bezeichnet, die Geocaching nicht kennen, ähnlich wie die Personen ohne magische Fähigkeiten in den Harry-Potter-Büchern.

Im Grunde ist Geocaching eine moderne Form der Schatzsuche oder Schnitzeljagd, bei der man kleine Verstecke anhand bekannter Koordinaten mittels eines GPS-Gerätes ausfindig machen muss. Cache ist englisch und bedeutet soviel wie „geheimes Lager“. Idealerweise lässt sich die Schatzsuche mit einer schönen Wanderung verbinden und macht das Naturerlebnis so richtig spannend. Geocaching ist ein Riesenspaß für die ganze Familie, bei dem die Bewegung an der frischen Luft nicht zu kurz kommt und die Kinder ein kleines Abenteuer erleben können. 

Die Suche beginnt im Internet. Auf Seiten wie » opencaching.de, » geocaching.com oder » geocaching.de werden die Koordinaten der verstecken Caches und viele Infos rund ums Geocaching veröffentlicht. Auch die » Deutsche Wanderjugend hat viele Tipps parat. Bundesweit gibt es zurzeit schon weit über 100.000 Verstecke und täglich kommen neue hinzu. Auch im Naturpark Diemelsee sind einige „Schätze“ zu heben.

Zunächst sucht man sich im Internet einen Cache aus, den man finden möchte. Neben nützlichen Hinweisen sind dort in der Regel auch die Koordinaten des Ziels angegeben. Anschließend geht es raus in die Natur, mittels des GPS-Gerätes wird die Stelle lokalisiert und dann heißt es: Augen offen halten, denn die Caches sind oftmals gut getarnt, um Zufallsfunde zu vermeiden. Sie können in Baumwurzeln, Mauerritzen oder Steinhaufen versteckt sein und die Suche kann sich manchmal durchaus langwierig gestalten.

Ein Geocache besteht aus einem wasserdichten Behälter, der so klein wie eine Filmdose oder aber eine richtige Kiste sein kann. Darin befinden sich verschiedene Tauschgegenstände und ein Logbuch. Wird ein Cache gefunden, kann der Entdecker die Gegenstände entnehmen, etwas anderes dafür hinterlassen und sich in das Logbuch eintragen. Anschließend versteckt man den Cache wieder am gleichen Platz und dokumentiert die erfolgreiche Suche im Internet. So kann derjenige, welcher das Versteck ausgewählt hat, verfolgen, was mit seinem Cache geschieht. Um nachfolgenden Schatzsuchern nicht den Spaß zu verderben, sollte man jedoch keine detaillierten Informationen oder Bilder, welche die Stelle direkt verraten, preisgeben.

Da kommt Pfadfinderstimmung auf
Übrigens gibt es verschiedene Kategorien von Geocaches. Neben den bereits erwähnten normalen Caches, die sich anhand vorgegebener Informationen direkt aufspüren lassen, gibt es Verstecke, bei denen man die Koordinaten zunächst ermitteln muss. Dazu sind manchmal mehr oder weniger schwere Rätsel zu lösen. Die Suche kann auch über mehrere Stationen führen, bei denen man das jeweils nächste Ziel herausfinden muss. Bisweilen werden fest installierte Wander- oder Gedenktafeln in die Schatzsuche einbezogen. Durch entsprechende Hinweise lassen sich aus den darauf abgebildeten Ziffern die Koordinaten ermitteln.

Für fortgeschrittene und unerschrockene Schatzsucher bieten sich spezielle Nacht-Caches an, die nur bei Dunkelheit wahrgenommen werden können. Dabei kommen Taschenlampen, Reflektoren, sogar Lichtschranken und andere technische Spielereien zum Einsatz.

Beim Geocaching sind ein paar einfache Regeln zu beachten. Der Kodex besagt, dass man grundsätzlich gleich- oder höherwertige Gegenstände im Cache hinterlassen sollte. Lebensmittel dürfen dafür nicht verwendet werden, da sie schlecht werden oder Tiere sie mit ihren feinen Nasen erschnüffeln können. Das Gleiche gilt für Duftkerzen und ähnliches. Prinzipiell sollte man Rücksicht auf die Natur nehmen und den Behälter nicht vergraben, sondern natürlich vorhandene Verstecke wie Hohlräume in Felsen oder Baumwurzeln nutzen.
Zudem sollte man berücksichtigen, dass häufig auch Familien mit Kindern auf Schatzsuche gehen und daher das Tauschobjekt mit Bedacht auswählen.

Viele Verstecke befinden sich übrigens an besonders schönen Orten. Neben dem Vergnügen, das die Schatzsuche bereitet, lernt man auf diese Weise auch wunderschöne Wanderwege und Aussichtspunkte kennen. Die Wanderwelt des Naturparks Diemelsee bildet dafür die ideale Kulisse.