Feuersalamander
Salamandra salamandra
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Fließgewässer und bachbegleitende Auenwälder
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Der Feuersalamander ist anhand der Färbung eindeutig zu identifizieren. Die Grundfärbung der Körperoberseite ist schwarz mit großen gelben Flecken. Das Zeichnungsmuster ist individuell unterschiedlich und ab einem Alter von etwa anderthalb bis zwei Jahren ausdifferenziert. Auf der Körperoberseite befinden sich zahlreiche sichtbare Drüsenöffnungen. Der Kopf ist flach mit abgerundeter Schnauze. Die Augen sind deutlich vom Kopf abgesetzt mit einer runden Pupille und einer schwarzen Iris. Der bundesweite Durchschnitt der Körperlänge liegt bei 13,6 bis 16,9 cm. Der Schwanz nimmt dabei weniger als die Hälfte der Gesamtlänge des Körpers ein. Eine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern ist nur bei Tieren mit einer Körperlänge größer als 11 cm an Hand der Form der Kloake möglich. Bei Männchen ist die Kloake nach hinten halbkugelförmig gewölbt und vom Schwanz abgesetzt, beim Weibchen hingegen gleichmäßig flach.
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Der Feuersalamander kann ganzjährig angetroffen werden, wobei die Hauptaktivitätsperiode im Zeitraum von Anfang März bis Mitte Juni liegt. Im Hochsommer bis Anfang September ist die Aktivität aufgrund der Sommerruhe geringer. In dieser Zeit kommen die Tiere meist nur nach starken Regenereignissen aus den Verstecken. Ab Mitte Oktober erfolgt dann der Rückzug in die Winterquartiere. Der Fortpflanzungszyklus des Salamanders ist einjährig. Die Paarung erfolgt innerhalb der Aktivitätsperiode schwerpunktmäßig im Juli. Die Ei- und Larvenentwicklung findet bis zur Ausbildung der Vorder- und Hinterbeine im Mutterkörper statt. Der Absatz der Larven in die Larvalgewässer erfolgt meist in den Monaten März bis Mai. Prinzipiell sind Geburten allerdings im gesamten Zeitraum von Januar bis August möglich. Larven sind vor allem im Zeitraum von März bis August, metamorphosierende Tiere insbesondere von Anfang Juli bis Mitte September anzutreffen. Feuersalamander werden ab dem fünften oder sechsten Jahr geschlechtsreif.
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Der bevorzugte Lebensraum des Feuersalamanders sind feuchte von Bächen durchzogene Laubmischwälder des Berg- und Hügellandes. Vor allem Buchen- und Buchenmischwälder, Eichenmischwälder, Bruchwälder sowie edellaubholzreiche Schluchtwälder stellen bevorzugt besiedelte Waldlebensräume dar. Nadelholzreiche Wälder werden nur besiedelt, wenn eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit und Moosdeckung vorhanden ist. Trockene Nadelwald-Monokulturen werden daher gemieden. Lehmböden und stark reliefierte Bereiche werden gegenüber trockeneren Böden wie Kalkverwitterungsböden bevorzugt. Als Schutz vor Austrocknung ist der Feuersalamander auf windgeschützte Bereiche mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten mit einem kühl-feuchten Mikroklima angewiesen. Dabei werden diverse Versteckmöglichkeiten z.B. unter Totholz, Laub oder Steinen, in Moospolstern, Baumstümpfen, Erdlöchern, Felsspalten oder Kleinsäugerhöhlen genutzt.
Als aquatische Larvalhabitate werden kleinere Fließgewässer bevorzugt. Es handelt sich meist um nährstoffarme und kühle Gewässer. Bevorzugt werden vor allem die oberen Quellbereiche. Larven lassen sich hier an ruhig strömenden Stellen finden wie etwa Auskolkungen oder kleinen Buchten. Dabei halten sich die Larven versteckt auf (z.B. unter Falllaub, Totholz, in Moospolstern oder in unterspülten Bereichen). Des Weiteren werden auch kleinere Stillgewässer und Tümpel oder sehr schwach fließende Gewässer wie Gräben und Grabenspuren als Larvallebensraum genutzt. Die Überwinterungshabitate ähneln den Tagesverstecken während der Aktivitätsperiode, wobei sich die Tiere tiefer in Spalten oder Höhlungen zurückziehen.
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Der Feuersalamander kommt im gesamten Projektgebiet zerstreut vor.