Diemelsee

Der Diemelsee, eingebettet in grüne Wiesen und Wälder, ist ein wahres Wasser-, Wander- und Freizeitparadies. Man kann mit dem Segelboot unterwegs sein, Schwimmen, Surfen oder in aller Ruhe die Angel auswerfen.
Taucher finden hier spannende Reviere und eine geheimnisvolle Unterwasserwelt - neben dem Fischreichtum mit Hechten, Zander, Barschen, Karpfen und Weißfischen gibt es im Diemelsee noch einiges zu entdecken. Ein kleines Abenteuer verspricht eine Kanutour auf dem See. Wer es als geübter Kanute rasanter mag, der begibt sich auf die kurvige Naturwildwasserstrecke, die einiges an Strömung aufzuweisen hat.

Wer die Idylle auf Schusters Rappen erkunden möchte, dem bietet der Diemelsteig als anspruchsvoller Wanderweg auf 54 km Länge die Gelegenheit dazu. Mit seiner weitgehend naturbelassenen Wegeführung inmitten der ausgeprägten Mittelgebirgslandschaft bietet der Steig herrliche Ausblicke, teilweise größere Steigungen, Landschaftspanoramen, Wiesen und Feldflure im stetigen Wechsel.

Erbaut wurde der Stausee von 1912 bis 1924 und bei Vollstau fasst er knapp 20 Millionen Kubikmeter Wasser. Auf dem Diemelsee verkehrt ein kleines Fahrgastschiff, die "St. Muffert", die Platz für 115 Personen bietet. Mit ihr können Sie von verschiedenen Anlegestellen aus gemütliche, 45 Minuten dauernde Rundfahrten unternehmen. Natürlich gibt es am Diemelsee auch leihweise Ruder- und Elektroboote, auf denen Sie Ihr eigener Kapitän sind, sowie Segel- und Surfschulen.
Interessantes über 800 Jahre Bergbaugeschichte erfahren Sie im stillgelegten Adorfer Erzbergwerk.

Im Mündungsbereich der Itter wurde der Diemelsee als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Quellen

In den Höhenlagen des Naturparks Diemelsee trifft man vielerorts auf Quellen, aus denen kristallklare Bergbäche entspringen. Dabei handelt es sich häufig nicht um auffällige Wassersprudel, sondern vielmehr um sogenannte Sickerquellen, die recht unauffällig aus dem Waldboden hervortreten.

Im Sommer erkennt man die Quellen oft anhand ihrer auffallend satten grünen Vegetation. Die Quellaustritte beherbergen zahlreiche Sumpfpflanzen, Hochstauden und seltene Torfmoose. In den Quellbereichen können seltene Wollgräser, Orchideen oder auch das Sumpfveilchen bewundert werden. Die auch als „Kleinseggensümpfe“ bezeichneten Biotope sind besonders im Frühsommer zu entdecken. Im Wald hingegen sind es oft saftig grüne Teppiche des Milzkrautes, die die besonderen Nährstoff- und Temperaturverhältnisse der Quellen anzeigen.
Im Winter können schneefreie Bereiche inmitten schneebedeckter Flächen (aufgrund der ganzjährig relativ konstanten Temperatur des Quellwassers von 8° C bleiben die Quellen selbst im Winter schnee- und eisfrei) auf eine Quelle hinweisen.

Unscheinbare, aber sehr charakteristische Vertreter der Tierwelt in den Quellregionen sind Alpenstrudelwurm und Quellschnecke. Beide Arten sind Relikte aus der letzten Eiszeit, die im kühlen Quellwasser überleben konnten. Im Bachoberlauf befindet sich auch die Kinderstube des Feuersalamanders. Im Gegensatz zu anderen Amphibien ist er lebendgebärend, die Weibchen legen keine Eier, sondern bringen bewegliche Larven zur Welt. Diese entwickeln sich innerhalb von wenigen Monaten zum schwarz-gelb gefleckten Lurch. Die erwachsenen Feuersalamander bekommt man selten zu Gesicht. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Höhlen, unter Totholz oder Felsbrocken. Aber nach sommerlichen Regenfällen begegnet man ihnen auf den Wandersteigen im Wald.

Es gibt verschiedene Arten von natürlichen Quellen. Jedoch sind alle besonders schützenswert, denn sie liefern unser wertvollstes Nass: unbelastetes gesundes Trinkwasser für unseren täglichen Bedarf.

Bäche

Kristallklare Bergbäche durchziehen glitzernd die Landschaft des Naturparks Diemelsee. Sie haben ihren Ursprung in den Hochlagen des Uplandes über 700 m und entspringen meist aus sogenannten Sickerquellen, die recht unauffällig aus dem Waldboden hervortreten.

Sauberes Wasser und ein naturnahes Bachbett mit vielfältigen Elementen wie Totholz, Kiesbänken, unverbauten flachen und steilen Ufern sowie Strudellöchern bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen abwechslungsreichen Lebensraum. An klaren und schnell fließenden Gebirgsbächen lebt die Wasseramsel, ein schwarzbrauner Vogel mit einem weißen Fleck auf der Brust. An der Diemel zwischen Usseln und dem Diemelsee, an der Rhene und der Itter verzeichnet man mittlerweile einen beachtlichen Bestand.

Die Bachufer zeichnen sich durch eine üppige Vegetation aus. Man findet hier charakteristische Pflanzen wie den Blauen Eisenhut und die Bachnelkenwurz mit ihrer aparten Farbkombination von rötlichgelben Blüten- und rotbraunen Kelchblättern. Beide Arten sind alte Heilpflanzen, aber der Blaue Eisenhut gilt zugleich als giftigste heimische Blütenpflanze. An der Itter wächst der gefährdete und europaweit geschützte Straußfarn.

Die Schwarzerlen am Bachufer bieten im Winter ganzen Schwärmen von Erlenzeisigen Nahrung. Die quirligen kleinen Finkenvögel hängen kopfüber an den Zweigen und picken eifrig die Samen aus den Zapfen. Erlenzeisige kommen rund um Willingen auch als Brutvögel vor.
In heißen Sommermonaten spenden die Erlen angenehmen Schatten und sorgen somit für kühles und sauerstoffreiches Wasser. Ideale Lebensbedingungen also für Bachforelle und Äsche. In der Itter lebt das bedrohte Bachneunauge. Sein Aussehen ähnelt einem Aal. Das Tier gehört jedoch nicht zu den Fischen, sondern zur Gruppe der Rundmäuler. Für seine Entwicklung benötigt es möglichst naturnahe Bäche. Die urtümlich anmutende Groppe (oder Mühlkoppe) lebt ebenfalls in den Bächen des Naturparks. Sie ist eine Fischart, die nur dort vorkommt, wo Bäche noch ihre natürlichen Strukturen besitzen.
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